Immer wieder

Immer wieder wird es leer
immer wieder bricht
meine Gewissheit zusammen
immer wieder meine Ich,
ich müsste von vorne anfangen.

Grabsche nach Mitteln,
den Abgrund zu füllen,
anstatt mich in seine
warme Stille zu hüllen.

Suche nach Weisung im Außen
und Texten,
lasse mich von Gedanken
becircen und verhexen.

Hoffe wider bess'ren Wissens
auf ein Rezept, das mir mein
Leben fertigt backt -
quadratisch, praktisch, nett.

Bin selten lang zufrieden,
find ich wohl jemals
wahren Frieden hienieden?

Werde ich das Wissen darum,
wer ich wirklich bin,
jemals so tief erfahren,
dass die Frage verstummt:
"Wohin?"

Who is she

who is she
who settles for what
is
instead of for what could
be
who is she who settles for
what is, instead of
chasing the dream?

Who is she,
who fights and bows,
and sometimes looses,
and sometimes wins,
but always grows?

who is she,
who grows ever more
like a child, wondering
at life's beauty and craze?

who is she, tired of
chasing promises of a
life to be had only
against a lifetime
of doing, doing,
doing...

don't you recognize your
own face anymore?

aren't your soles sore?
isn't it your back who
tired of all those
burdens you learned
to bear?

isn't it you, yearning to care,
yearning to share,
crying to be, just be, just me?

Life

Teaches me lessons
I never asked to learn;
kindles a flame
I never knew could burn;
awakens a depth
I didn't suspect I could yearn.

Destroy all the plans
I have made, in vain;

make me experience
all  shades from pleasure to pain...

Till on my dying day I'll be able to say
I've lived life deeply - yay!

3.8.2013

Sometimes (13/7/11)

Sometimes I watch TV from 5 to 9
sometimes I dine, and lunch, and dine,
all in the course of one hour's time.

Sometimes I gorge on chips and cake,
more often though I cook and bake.

Sometimes I'm kind, sometimes
I'm gruff, just like some days be
sweet while some are rough.

I've tried for years for this and that,
tried to fight against what I thought
was bad.

Looking closely, what I see, is neither
this nor that is me. All there is, is that I be.

der Sinn meines Lebens (13/3/2)

den Nacken meiner Katze kraulen,
wieder, und wieder, und wieder.
im Kino zu weinen.
Herzschmerz zu ertragen,
Höhen und Tiefen zu
nehmen, wie sie kommen.
Abzuspülen, wieder und wieder,
und zu kochen, neu, auch,
immer wieder.
Sucht und Kleinlichkeit, kleine
Lügen und Freundlichkeit,
sehen und dulden, im Spiegel
der anderen, im Bad.
nicht zu wissen was der nächste
Tag oder das Leben ganz allgemein
mir bringt, außer den Tod -
und dann noch, zu lieben,
alles was kommt,
wieder, und wieder, und wieder.

2.3.2013

Sleepless night (13/02/24)

sigh.
way past
midnight...
sleepless I sit
sipping soup
slowly,
watching
the silent
night shift shape:
snowflakes,
swirling by
in streetlight's
reddish glow,
piling up
for the neighbors
to shovel,
lo!

Bin ich bereit, zu sterben?

Wie ich mich auf die Reise machte, regte sich die Frage in mir:

Falls mir heute etwas zustoßen sollte - bin ich bereit, zu sterben?



Ich schaute auf mein Leben und dachte, dass es noch viel gäbe, was ich gern getan hätte. Doch als ich tiefer in meine Seele blickte, fand ich:


Mein Herz habe ich so weit für Gott, die Welt, die Menschen und mich selbst geöffnet, wie es mir möglich war.
Ich durfte Menschen ein Stück weit auf ihrem Weg begleiten, mit Berührung, Lehren und Lernen, Lachen und Weinen... manchmal nur, indem ich da war. 
 
Trotz vieler Hindernisse und Zweifel bin ich meinen tiefen Wünschen und Interessen nachgegangen, und habe letztendlich Befriedigung darin gefunden.

Die Menschen, die mir nahe stehen, habe ich wissen lassen, was sie mir bedeuten: Dass ich sie liebe, und wie ich mit ihnen gewachsen bin.

Wo mir das möglich war, habe ich Unterstützung geleistet und angenommen, und bin dankbar für die liebevollen Beziehungen in meinem Leben.

Ich habe geliebt, es oft genossen, und lerne noch, andere nicht zu verletzen. 
 
Soweit mein Mut und meine Entschlossenheit reichten, habe ich frühere Fehler wieder gut machen können bei denen, die darunter gelitten haben.
Soweit ich vermochte, bin ich der Sehnsucht meines Herzens nach Stille und Heilung gefolgt; und habe Heilung erfahren und Stille, und Freude und Leere und Endlosigkeit.


Ich habe die Blumen gerochen, die Katzen gestreichelt, dem Wind und dem Regen gelauscht; das Kochen und Essen meistens genossen, und geübt, meinen Garten zu bestellen.

Ich war freundlich zu den Menschen, so mir Angst und Zaghaftigkeit nicht den Weg verstellt haben.

Für mein Leben, meine Bedürfnisse und meine Gefühle übernahm ich zunehmend die Verantwortung.

Zu den Chips, der Schokolade, den Filmen im Übermaß, und zu allen anderen „Fehlern“ sagte ich immer mehr „Ja“. 
 
Ich habe es gelernt, meine Schmerzen und die Täler hinzunehmen, und meinen Teil am Leiden der Welt habe ich getragen, so gut ich konnte.
Dabei habe ich oft entdeckt, dass mein Herz viel größer und stärker war, als ich jemals geglaubt hätte.



Wenn ich denn etwas bedauern sollte, dann, dass ich so lange an meinem innersten Gutsein gezweifelt und der Angst mehr geglaubt habe als der Liebe.

Vielleicht habe ich nicht das Einkommen oder den beruflichen Erfolg gehabt, den ich mir erträumt habe - aber das bedaure ich nur, weil beides mir Gelegenheit gegeben hätte, mehr zu geben.

Ich bin dankbar, genau dieses Leben zu leben.





19.5.2012/ cf